Im Zuge meiner globalen Rolle stand zum Ende der 2000er Jahre mein erster Chinabesuch bevor. Ich war damals zum ersten Mal überhaupt in Asien. Nanjing war mein erstes Ziel, eine Großstadt modernster Prägung mit einem internationalen Flughafen, richtig gut ausgebauter Verkehrsinfrastruktur und Hotels der Spitzenklasse.
Ich war tief beeindruckt und als ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland am Mittagstisch meiner Familie davon erzählte, meinte ich:
„Das müsstet ihr euch ´mal anschauen“.
„Okay, wann?“ war die Reaktion meiner Tochter.
Gefragt, geplant. Bald waren wir auf einer dreiwöchigen China-Rundreise. Familienurlaub.
In dem Werk in Nanjing, für das ich unter anderem als globaler Produktionsleiter verantwortlich war, verbreitete sich diese Nachricht wie ein Lauffeuer. Ich hatte es einmal beiläufig dem einen oder anderen Mitarbeitenden gegenüber erwähnt, weil ich mir einige Reisetipps davon versprach.
Man war stolz. Ich als vorgesetzte Führungskraft aus Deutschland plante einen Urlaub mit meiner Familie in ihrem Heimatland. Meine Wertschätzung für ihr China wurde mit großem Interesse für unsere Reise honoriert. Fast jeder im Werk, den ich traf, sprach mich darauf an.
Am meisten beeindruckte mich Jeremy*, der mir für die Reise einen kulinarischen Reiseführer zusammenstellte. Unsere Reiseroute war abgebildet und an jedem Ort, das traditionelle Gericht mit Bild und Namen in den jeweiligen Sprachen (Englisch, Pin-Yin, Mandarin) und das empfohlene Restaurant. Und er hatte eine Anleitung zusammengefasst, wie sein Dokument gelesen und angewendet werden konnte. Welch wertschätzende Arbeit.
Während der Reise führte ich ein Tagebuch, gleich in Englisch, damit ich nach meiner Rückkehr von den Highlights und dem Alltäglichen berichten konnte. Und einige der Traditionsgerichte, zum Beispiel der Squirrel-shaped Mandarin Fisch aus Suzhou, gehörten mit dazu.
Unsere Urlaubsreise, aus Interesse und Neugierde geplant, wurde zu einer echten Brücke der Verständigung zwischen meinen Mitarbeitenden und mir.
➡️ Die Verknüpfung von Business Themen mit Familienurlaub war für mich ein Erfolgsfaktor, sowohl privat als auch beruflich. Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht oder haben Sie Berufliches und Privates strikt getrennt?
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Ich bin Bernd Scharbert und begleite und berate gerne, wenn es um Interkulturelle Führung, um Vielfalt & Diversität oder ganz allgemein um nachhaltig wirkende Arbeit geht. Bei Interesse folgen Sie mir gerne hier 🛬 Prepare4Landing🛬 oder kontaktieren Sie mich direkt.



