„Es geht um Vertrauen bei unserem generationsübergreifenden Dialog. Haben Sie Ideen?“
Mit dieser Frage begann vor drei Jahren mein Austausch mit Anke Trischler. Aus einer kurzen LinkedIn‑Interaktion wurde Schritt für Schritt eine Zusammenarbeit, die zeigt, wie Vertrauen entsteht: durch Neugier, Resonanz und gemeinsames Gestalten.
Diese Woche war ich im Rahmen ihrer Vorlesung unter dem Motto „Navigating the Borders“ an der Goethe‑Universität zu Gast. Drei Stunden zu Aspekten interkultureller Führung und schon meine Einstiegsfrage „Wie viele Sprachen sprechen Sie?“ öffnete den Raum.
Fast alle Studierenden waren mindestens dreisprachig, manche hatten in Italien, Tschechien, Australien oder Mexiko gelebt oder familiäre Wurzeln dort. Die Diversität im Raum war spürbar.
Sprache und Kulturverständnis sind für mich die stärksten Brückenbauer zwischen Menschen. Sprache schafft Zugang, Kulturverständnis schafft Bedeutung. Und beides zusammen ermöglicht Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Darum ging es in der Vorlesung:
Sprache als verbindendes Element, besonders in internationalen Teams, in denen psychologische Sicherheit entscheidend ist.
Kulturelle Normen als Orientierung, und zwar als Datenpunkt im individuellen Kontakt, nicht als Schublade.
Wertschätzende Kleinigkeiten, denn man muss kein Sprachgenie sein, um Brücken zu bauen. Bewusstsein reicht.
Was mich gefreut hat: die Erkenntnis der Studierenden, dass Sprache und Kultur nicht voneinander zu trennen sind. Wer eine Kultur verstehen will, sollte sich zumindest ein Stück weit in ihrer Sprache bewegen. Nicht perfekt, aber bewusst.
Für mich bestätigt dieser Tag einmal mehr: Interkulturelle Führung beginnt dort, wo Menschen mit ihrer ganzen Geschichte präsent sein dürfen und erleben, dass Vielfalt nicht trennt, sondern trägt.
Und jetzt interessiert mich: Wo erleben Sie im Alltag „Borders“, die navigiert werden wollen?
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Starke interkulturelle Führung befähigt globale Teams dazu, mit Klarheit, Vertrauen und Wirkung herausragende Ergebnisse zu erzielen. In meinem Buch finden Sie vier konkrete Maßnahmen, die Ihnen helfen, die Zusammenarbeit über Kulturen hinweg zu stärken. Ich bin Bernd Scharbert und unterstütze Sie gern dabei.
Das Buch mit dem Titel „Prepare for Landing: Leitlinien für interkulturelle Führung“ ist im Online‑Shop vom Verlag Barbara Budrich und überall im Buchhandel erhältlich.



