Wenn wir als Familie im Ausland unterwegs sind, unsere beiden Töchter, meine Frau und ich, führen Gespräche auf Englisch oft zu irritierten Blicken. Die eine Tochter wird in den USA verortet, die andere in England. Und wir, meine Frau und ich? Wir sind unverkennbar aus Deutschland.
Unsere ältere Tochter hat uns nach Boston begleitet, wo ich als Postdoc an der Harvard University forschen durfte. Sie war zweieinhalb, als wir nach Deutschland zurückkehrten. Doch Rhythmus und Klang ihres frühen Englisch sind nie verschwunden.
Unsere jüngere Tochter ging mit siebzehn nach England, studierte Chemie, promovierte in Oxford und blieb zehn Jahre dort. Als sie später ein Praxisjahr in Deutschland absolvierte, lobten viele ihr „ausgezeichnetes Deutsch“ und hielten sie für eine Britin.
Und dann sind da wir, ihre Eltern, deren Akzent uns immer verrät. „Where do you come from?“, werden wir oft gefragt. „What do you guess?“, antworte ich dann. „Germany“, sagen sie fast immer.
Wir vier sind alle in Deutschland geboren. Und doch erzählen unsere sprachlichen Fingerabdrücke ganz unterschiedliche Geschichten. Was die Menschen überrascht, ist nicht, woher wir kommen, sondern dass wir aus derselben Familie stammen.
Was ich daraus mitnehme: Sprache trägt Erinnerung, Emotion und Zugehörigkeit. Unsere Akzente sind Spuren eines Lebens über Grenzen hinweg.
In einer Welt, die Menschen noch immer nach Herkunft sortiert, erinnert mich unsere Familie daran, dass Vielfalt zu Hause beginnt.
Was meinen Sie: Wie würden sich unsere Gespräche verändern, wenn wir jeden Akzent als Geschichte hörten und nicht als Kategorie?
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Ich bin Bernd Scharbert und unterstütze Sie als Führungskraft dabei, interkulturelle Leitlinien in Ihrem Arbeitsalltag wirksam umzusetzen. Es geht darum, kulturelle Unterschiede nicht als Hürde zu sehen, sondern als Stärke und in global zusammengesetzten Teams echte Verbindungen zu schaffen.
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