Was passiert nach dem Stellenabbau?

Die Krise fordert ihren Preis. Die Umsätze sind eingebrochen und das Ergebnis ist negativ. Es ist dramatisch. Von der Zentrale kommt der Hinweis: Kosten runter, und zwar so schnell wie möglich.

Der Stellenabbau ist schmerzhaft. Nur, was für den Produktionsprozess zwingend notwendig ist, wird verschont.

✳️ Vorbeugende Instandhaltung brauchen wir jetzt gerade nicht. Stellenabbau bei der Technischen Betreuung.
✳️ Kundenreklamationen sind auf dem Tiefststand. Die Qualitätsabteilung brauchen wir nicht.
✳️ Anlagenauslastung ist kein Thema. Die Datenbank wird abgeschaltet. Der IT-Support wird auf null gestellt.
✳️ Und wir sind doch gut bei der Arbeitssicherheit. Keine meldepflichtigen Unfälle die letzten beide Jahre. Also EHS-Ressourcen runterfahren.

Ein Jahr später ist man aus dem Gröbsten raus. Die Produktion zieht wieder an. Jetzt werden die Probleme unübersehbar. Viele Ressourcen sind weg, aber die Arbeit ist im vollen Umfang wieder da. Und spätestens, als sich die Kundenreklamationen häufen, meldet sich die Zentrale wieder mit dem Hinweis, dass die Probleme schnellstens gelöst werden sollten.

Was tun?

Durchhalteparolen helfen nicht und neues Personal ist nicht so leicht und schon gar nicht so schnell zu bekommen. Operational Excellence bedeutet jetzt plötzlich mehr als ein Buzz-Wort. Und wenn jetzt erfahrene Unterstützung gebraucht wird, ist auch die Zentrale nicht mehr abgeneigt. Zumindest für den Anfang.

Eine Standort-Analyse (Site Assessment) wird durchgeführt mit dem Ziel, Prozesse schlank zu machen oder schlank zu halten. Und dann geht es in die Umsetzung. Schritt für Schritt und dort zuerst, wo der größte Effekt erwartet wird, nach Pareto eben. Die Mitarbeitenden werden auf diesem Weg mitgenommen und die Führungskräfte sind eingebunden und auf diesen Prozess vorbereitet.

So wird es gelingen und dann stellt man sich die Frage, warum wir das nicht gleich am Anfang zeitgleich mit dem unvermeidbaren Stellenabbau mit vorbereitet haben. Oder, warum wir das nicht Krisen-unabhängig immer so machen.

Die Krise zwingt zu schnellen Kostensenkungen, aber die Folgeschäden durch den Stellenabbau machen deutlich, dass eine langfristige Perspektive essenziell ist. Eine frühzeitige Strategie, die operative Exzellenz mit Kostenreduktion verbindet, erleichtert das Durchhalten in schwierigen Zeiten.

➡️ Was meinen Sie? Warum sollte ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) nur aus der Not heraus entstehen, wenn er doch stets ein Vorteil ist.

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Ich bin Bernd Scharbert und weiß aus Erfahrung, wie man Operational Excellence Initiativen erfolgreich umsetzt und auch, wie man Wege aus der Krise findet. Für diese Themen arbeite ich gern mit Caravel Solutions und AchieV Consulting zusammen. Bei Interesse können Sie sich gerne an mich oder direkt an die genannten Unternehmen wenden.

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