Bestes Bord Kino 2025: Was man in 12.000 Metern Höhe lernen kann
Die Stunden im Flugzeug ziehen sich, doch für mich ist das längst zur Tradition geworden: Auf langen Reisen klicke ich mich durch das Filmangebot der Fluglinien, diesmal Singapore Airlines und Lufthansa, und küre meinen persönlichen Sieger.
And the winner is: „Jane Austen a gâché ma vie“, oder, wie der englische Titel verspricht, „Jane Austen Wrecked My Life“. Eine charmante Mischung aus französischer und englischer Sprache.
Die Geschichte folgt Agathe, einer Buchhändlerin aus Paris mit großer Liebe zu Jane Austen, die unverhofft zu einer Schreibresidenz in England eingeladen wird. Dort prallen ihre romantischen Vorstellungen auf den eher skeptischen Oliver, einen Großgroßgroß-Neffen der berühmten Autorin. Zwischen literarischen Diskussionen, Kostümbällen und Spaziergängen entfaltet sich eine moderne Variation von „Stolz und Vorurteil“. Voller Wortwitz und Herz.
Ich habe den Film im Original mit englischen Untertiteln gesehen. Mein Französisch ist zwar etwas eingerostet, doch gerade diese Mischung aus Sprachen macht den Zauber aus: Französischer Charme lädt zum Träumen ein. Britische Zurückhaltung pflegt den höflichen Smalltalk.
Diese Zweisprachigkeit ist nicht nur ein stilistisches Mittel, sie spiegelt Agathes innere Reise wider. Und sie erinnert mich an etwas, das ich jeden Tag in der Führungspraxis sehe: Sprache prägt Kultur, und Kultur prägt Zusammenarbeit.
Der deutsche Kinostart ist für den 16. Oktober angekündigt, unter dem Titel „Jane Austen und das Chaos in meinem Leben“. Ich bin gespannt, ob der Film hierzulande im Original mit Untertiteln oder in synchronisierter Fassung gezeigt wird. Und wie sich die sprachliche Magie übertragen lässt.
Ein großer Teil des Zaubers dieses Films liegt in seinen sprachlichen Nuancen, so wie auch ein großer Teil der Magie eines Teams darin liegt, wie seine Mitglieder mit unterschiedlichen kulturellen Codes umgehen.
Für mich ist dieser Film mehr als eine romantische Komödie: Er ist eine kulturelle Brücke zwischen Frankreich und England, getragen von Sprache, Haltung und feinen Nuancen.
Und genau das ist es, womit globale Führungskräfte konfrontiert sind: Perspektiven zu überbrücken, unausgesprochene Codes zu navigieren und gemeinsame Grundlagen über Grenzen hinweg zu schaffen.
Welchen Film würdest du ins Rennen schicken?
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Ich bin Bernd Scharbert und unterstütze Führungskräfte mit den Leitprinzipien für interkulturelle Führung. Es geht auch darum, wie Sprache die Kultur prägt und wie man damit in global zusammengesetzten Teams umgeht. Wenn Sie das interessiert, lassen Sie uns vernetzen.



