Was ich von meinem Vater lernen kann

Mein Vater ist mittlerweile gut über neunzig Jahre alt und geht auf die „hundert“ zu. Seine Worte.

Als ehemaliger Manager und Geschäftsführer eines kleinen Familien-geführten Betriebs ist er eigentlich (ja, eigentlich) seit mehr als 30 Jahren im Ruhestand.

Wir wohnen heute zwar 280 Kilometer entfernt voneinander, sehen uns aber regelmäßig, durchaus mehrmals im Monat. Wir sprechen dann auch darüber, was ihn so fit gehalten habe.

🟢 Lebenslanges Arbeiten ist eine Grundvoraussetzung –

Mein Vater ist immer Geschäftsführer geblieben. Zunächst die Einarbeitung seines Nachfolgers, stundenweise und nur bei schlechtem Wetter. Bei gutem Wetter schwimmt er seine Bahnen oder ist in seinem Garten, 1000 Quadratmeter groß, sein Projekt.

Heute ist er der Manager seines Gartens. Er macht noch vieles selbst. Das, was er noch kann. Und der Rest wird delegiert an seine Mitarbeitenden: Familienmitglieder, Nachbarschaft und Aufträge an externe Dienstleister. Und meine Mutter ist die wichtigste Unterstützerin, wenn es um das Verarbeiten der reichhaltigen Ernte geht, alles Bioprodukte natürlich.

🟢 Loslassen können zum richtigen Zeitpunkt –

Mein Vater hat die Entwicklung des alpinen Skisports im Deutschen Wirtschaftswunder miterlebt und mitbegleitet. Langlauf übrigens auch. Skifahren war eine seiner Leidenschaften. Mit den Knieoperationen und einem künstlichen Kniegelenk hat er schrittweise reduziert und im Alter von 65 Jahren ganz damit aufgehört. Alles hat seine Zeit.

Ich bin jetzt in seinem Alter von damals und mache Vieles, um mich für das Skifahren fit zu halten. Auch ich liebe diesen Sport und bin mir bewusst, dass ich schrittweise reduzieren muss. Also Buckelpiste ist nicht mehr drin.

🟢 Freude am Tun ist der Spaßfaktor, der geistig fit hält –

Die Anlagestrategie im geschickten, aber nicht übertriebenen Börsenhandel war die Grundlage für ein ausgewogenes Auskommen im Rentenalter. Noch immer ist mein Vater darin aktiv. Und es war und ist immer geprägt vom Wissen über die Unternehmen, in die er investiert.

„Warum machst du das immer noch, obwohl du es nicht mehr nötig hast?“ war meine Frage an ihn.

„Weil es mir Freude bereitet“, war seine Antwort. „Und es gibt mir ein gutes Selbstwertgefühl.“

Gut. Das kann ich akzeptieren. Und als wichtiger Nebeneffekt davon: er ist und bleibt auch ich hohen Jahren ein interessanter und kompetenter Gesprächspartner bei Themen der wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland und der Welt. Und das ist wunderbar.

Ich nehme mir vor, von seinem Beispiel zu lernen, und mich so auf das „Alt-werden“ vorzubereiten.

➡️ Und du, wie machst du das?

Ich bin Bernd Scharbert und meine Aufgabe als Ratgeber für Führungskräfte und Executives ist es, sie so zu begleiten, dass global zusammengesetzte und interkulturelle Teams die Möglichkeit haben, sich gemeinsam weiterzuentwickeln. Bei Interesse folge mir gerne auf LinkedIn, #Prepare4Landing oder kontaktiere mich direkt.

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