Struktur fördert Innovation und Kreativität. Das hört sich an wie ein Widerspruch, ist aber keiner, solange die Struktur Inspiration gibt. Wenn es einen „Überbau“ und zu viel Bürokratie gibt, dann führt Struktur zur Blockade.
„Und welche Strukturen findest du hilfreich für deine Kreativität?“ war die Frage von Karolin Helbig (https://lnkd.in/gqRd-ddW)
Für mein global zusammengesetztes Team gab es ein Routinemeeting. Ein Video-Call, einmal im Monat, jedes meiner mir verantwortenden Werke war dabei vertreten.
Es war ein Rundgespräch mit festgelegten Agenda Punkten. Jeder kam zu Wort. Für mich hieß das Zuhören und Fragen stellen.
✳️ Die Ziele waren zum einen, eine Haltestelle zu bieten in einem hektischen und schnelllebigen Umfeld. Durchatmen, nachdenken, und auch die Gefühle sprechen lassen.
✳️ Zum anderen war es mir wichtig, dass ein Austausch zu den technischen Themen stattfinden konnte. Die Produkte, die Technologien und die Prozesse waren vergleichbar und doch im Detail unterschiedlich. Und immer stand die Frage im Mittelpunkt: wie wird das in meinem Werk gemacht im Vergleich zu den anderen Werken.
✳️ Das übergeordnete Ziel war es, die Werke untereinander in Kooperation zu bringen, auch wenn es manchmal echten Wettbewerb gab: Wer gewinnt die nächste Investition, wenn es um Wachstum ging. Oder, welche Anlage wird als nächstes stillgelegt, wenn höhere Produktivität gefragt war.
Diese monatlichen Routine-Meetings waren schließlich immer auch Vorbereitung für das Jahrestreffen. Dort haben dann die Werke spielerisch im Wettbewerb um einen sogenannten Best-Practice Award gestritten, den ich ausgelobt habe. Best Practice beschreibt dabei einen Ausschnitt eines Prozesses in der Produktion, der von uns allen im Meeting als bestes Procedere beurteilt wird.
Den Award gewann zunächst das Werk, von dem die meisten Best Practices von den anderen Werken übernommen wurden, also der TOP-Lieferant der Best Practices.
Später entwickelten wir das so weiter, dass die Trophäe das Werk gewann, das den größten Fortschritt dadurch erreichte, dass es ein Best Practice von einem anderen Werk übernahm. „Stealing with Pride“, nannten wir das.
Es ging also um die erfolgreiche Entwicklung des Teamverhaltens, um Best Practices kulturübergreifend auszutauschen und anzupassen. Gemeinsames Lernen im Team für eine kulturübergreifende Zusammenarbeit.
Das Wichtigste an diesem Wettbewerb war die Tatsache, dass es meinen Mitarbeitenden großen Spass machte. Das Gewinnen war zwar schön, aber doch eine Nebensache. Die Freude am gemeinsamen Wachsen war größer als der individuelle Erfolg.
➡️ Und bei Ihnen? Kennen Sie das Konzept der „Best Practices“? Und wenn ja, wie setzen Sie es um?
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OpEx4Success,
Ich bin Bernd Scharbert und weiß aus meiner Erfahrung, wie man Operational Excellence Initiativen erfolgreich umsetzt. Wenn du Interesse hast, kontaktiere mich gerne für Unterstützung.



