Ich war kürzlich auf einem Suq, einem Arabischen Markt. Und als ich bezahlen wollte, sagte der Händler zu mir: „Sie müssen noch handeln, das macht man hier so!“
Ich darauf: „Ich bin aus Deutschland, Preis ist Preis!“
Darauf lachte er und berechnete mir nur die Hälfte. Und ich war mir danach sicher, dass ich immer noch zu viel bezahlt hatte.
Das Aushandeln eines Preises war hier als ein positives Kundenerlebnis gedacht. Ein gut inszenierter Verhandlungsprozess vermittelt dem Kunden, dass er aktiv am Wertfindungsprozess beteiligt ist, was wiederum Vertrauen und Sympathie für die Marke stärken kann.
Bei mir war das offensichtlich nicht so. Das hat der Händler klug erkannt, den Prozess abgekürzt und dabei noch ein gutes Geschäft gemacht. Alle waren happy, eine Win-Win-Situation.
Meine Erkenntnis: Die Preisgestaltung ist immer auch ein kulturelles Produkt, ein Mix aus wirtschaftlichen Kalkulationen und sozialen, kulturell bedingten Verhandlungsmustern. Erfolgreiche Geschäftsstrategien integrieren daher nicht nur ökonomische Kennzahlen, sondern auch ein feines Gespür für die jeweilige Kultur, in der sie operieren.
Was ich damit sagen will: Der Preis hat immer auch eine kulturelle Komponente. Je nachdem, wo man ist.
➡️ Was ist für Sie als Kunde wichtiger, ein fixer Preis oder ein Verhandlungsspielraum?
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Ich bin Bernd Scharbert und begleite und berate gerne aus meinem industriellen Erfahrungshintergrund heraus, wenn es um Interkulturelle Führung, um Vielfalt & Diversität oder ganz allgemein um nachhaltig wirkende Arbeit geht.
Danke an Andrea Kielmann für die Inspiration zu diesem Beitrag (https://lnkd.in/gQFGNEGR)



