Nur die Erwartungen sich zu eigen machen, die man erfüllen kann und die man erfüllen will. Ein Satz, der mich seit vielen Jahren begleitet: Er steht deshalb ganz oben auf meiner Website. Denn er beschreibt eine Grundhaltung, die im beruflichen, wie im privaten Umfeld entscheidend ist:
Selbstführung beginnt mit Klarheit.
Dazu gehört auch das NEIN sagen. In Deutschland tun wir das meist direkt: „Nein, das geht leider nicht.“ Oder wir schaffen uns Zeit: „Ich melde mich morgen mit einer Antwort.“ Diese Klarheit ist wertschätzend, wenn sie ehrlich gemeint ist. Sie schützt Beziehungen, statt sie zu belasten.
Doch weltweit klingt ein NEIN oft ganz anders. Für deutsche Ohren manchmal wie ein „Ja, vielleicht“, obwohl es ein höfliches, kulturell eingebettetes NEIN ist.
In Südamerika oder Spanien etwa: „Ich werde sehen, was ich tun kann.“
In arabischen Ländern: „So Gott will.“
Dahinter steckt keine Unverbindlichkeit, sondern Respekt, Harmoniebedürfnis und der Wunsch, die Beziehung zu wahren.
Über diese Unterschiede habe ich ausführlich in meinem Buch geschrieben, insbesondere in Kapitel 3.4. Dort geht es um kulturelle Einordnungen im globalen Kontext und um konkrete Handlungsoptionen für Führungskräfte.
Mir ist wichtig, dass Menschen, die führen, Orientierung finden. Denn wer international führt, darf die Bedeutungen hinter den Worten verstehen. Ein bewusstes NEIN ist dafür oft der erste Schritt. Und manchmal auch der mutigste.
Und jetzt interessiert mich: Wie bewusst gehen Sie mit Erwartungen um, den eigenen und denen anderer?
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Ich bin Bernd Scharbert und begleite Führungskräfte bei Themen „interkultureller Führung“.
Der Anlass, meine Website zu aktualisieren, war jetzt das Erscheinen meines Buches: „Prepare for Landing: Leitlinien für interkulturelle Führung“. Es ist erhältlich im gesamten Buchhandel, besonders bequem online beim @Verlag Barbara Budrich.
Link zu meiner Website auf meinem Profil und in einem der Kommentarfelder hier.
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