Wie nutzt du eine Zufallsbegegnung, zum Beispiel mit dem CEO, wenn etwa eine Minute Zeit ist? Ob im Aufzug oder woanders.
Die „Elevator Speech“. Für mich ein Karriere-unterstützendes Instrument. Immer wieder trainiert und situativ angewendet.
Mit dem Wechsel zu einem neuen CEO und dem Ausstieg meines langjährigen Förderers aus dem Unternehmen war meine Karriere dort eigentlich schon vorbei.
Ich war zu diesem Zeitpunkt auf einer Stabsstelle im Bereich Organisationsentwicklung und mit der Einführung eines ganzheitlichen Verbesserungskonzepts für die Geschäftsprozesse in Europa beauftragt. KVP, Kaizen und Lean spielten dabei eine Hauptrolle.
Der neue CEO brachte sein Lieblingsthema mit und wollte es in unserer globalen Organisation einführen: Six Sigma. Das hatte sich herumgesprochen.
Mit Hilfe einer Expertin aus dem Bereich Quality Management entwickelte ich ein Konzept, wie ich Lean- und Kaizen-Ansätze in die Six Sigma Methodik übertragen könnte.
Viel wichtiger war aber ihr Ratschlag, eine mögliche Begegnung mit dem neuen CEO vorzubereiten. Und eine kurze Botschaft dazu, wie ich sein Interesse für ein längeres Gespräch gewinnen könnte. Meine Elevator Speech.
Ein paar Wochen später fand ein Sales Meeting in Deutschland statt, zu dem er sich ankündigte. Nach seinem Vortrag sah ich ihn in einem unbeachteten kurzen Moment.
„Hi, ich bin Bernd Scharbert. Ihre Sicht auf World Class Business Prozesse hat mich sehr angesprochen.“
„Wirklich? Warum?“
„Nun, meine Aufgabe ist die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse innerhalb der EU-Organisation und mit Tools wie Lean und Kaizen werde ich in der Lage sein, die Transformation hin zu Six Sigma zu steuern.“
Ein Moment Stille. Dann: „Sie kennen sich bei Six Sigma aus?“ Und schließlich: „Können Sie mir einen Gefallen tun, Bernd, und mir bitte eine E-Mail mit Ihren Ideen schicken.“ Gesagt und zum nächsten Gesprächspartner umgedreht.
Ich war gespannt. Weil er mich gefragt hat, wird er es auch lesen. Der Entwurf dieser E-Mail war längst geschrieben. Kurz und knapp, eine halbe Seite, nicht mehr. Ausreichend, um darauf aufbauen zu können.
Nächster Morgen, 08:05 Uhr: Send Button. Um 08:15 Uhr war die Antwort da. Unglaublich, wie schnell. Er leitete meine E-Mail an den Vorstandskollegen weiter, der für die Unternehmens-Strategie verantwortlich war und kopierte mich auf seine Antwort.
„Bruce, das ist sehr interessant. Bitte setzen Sie sich mit Bernd in Verbindung und lassen Sie uns über das weitere Vorgehen sprechen.“
Der Anfang war gemacht und mein Weg im Unternehmen bekam eine sehr interessante Wendung.
➡️ Und du? Wie nutzt du deine Zufallsbegegnungen?
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Ich bin Bernd Scharbert und begleite und berate gerne, wenn es um Interkulturelle Führung, um Vielfalt & Diversität oder auch um die Entwicklung von Elevator Speeches geht. Bei Interesse folge mir gerne auf LinkedIn, #Prepare4Landing oder kontaktieren Sie mich direkt.
Danke für die Unterstützung damals, Birgit Behrens-Otto und für die Inspiration zu diesem Beitrag, Martina Frahn.



