Kusama zwischen Köln und Sydney

Zwischen Köln und Sydney spannt sich ein unerwarteter Bogen.

Im Mai standen wir, meine Frau und ich, auf dem Dach des Museums Ludwig, den Dom im Blick, und sahen Yayoi Kusamas „Flowers That Speak All About My Heart Given to the Sky“. Eine moderne Installation, direkt gegenüber dem historischen Dom. Damals ahnten wir nicht, dass wir ihr wieder begegnen würden.

Monate später, auf einem unserer vertrauten Walks durch Sydney, von Surry Hills über die Elizabeth Street, vorbei am Hyde Park und weiter zur Art Gallery, standen wir plötzlich vor einer Schwester dieser Kölner Skulptur. „Flowers that Bloom in the Cosmos“, eigens für den Neubau der Art Gallery geschaffen.

Dieselbe Handschrift, dieselbe Energie, aber ein anderer Himmel, ein anderer Kontext. Und eine Widmung, die wie eine poetische Verdichtung von Kusamas Lebensarbeit wirkt: eine Ode an die Erde, an das Licht, an die unendliche Schönheit der Natur und des Kosmos.

Spannend und inspirierend, wie weltumspannend Kunst sein kann. Entdeckt im Alltäglichen: im Wiedererkennen, und im Innehalten im Moment des Staunens. Die Blumen, die wir in Köln bewundert hatten, tauchten hier in Sydney wieder auf.

Heute haben wir diese Skulptur zum ersten Mal wirklich gefeiert. Wir haben sie sehr bewusst als Teil unseres eigenen Weges wahrgenommen. Kunst, die sich einschreibt in Orte und in die Erinnerungen, die wir damit verbinden.

Am Ende zeigt mir diese Begegnung mit Kusamas Blumen, wie sich das Expat‑Leben tatsächlich entfalten kann:

  • im Wiedererkennen, das plötzlich Heimat schafft
  • im Entdecken globaler Muster, die Orte miteinander verweben und
  • in der Erfahrung, dass die Welt zugleich kleiner und größer wird, je weiter man sich von Zuhause entfernt.

 

Die Blumen, die uns in Köln berührt haben, stehen nun in Sydney jetzt dafür, dass Wege sich verbinden und Bedeutungen mitreisen. Kunst wird zum Kompass, der uns durch Kontinente begleitet und unser Leben zu einer Reise, in der Vertrautes und Fremdes ein neues Ganzes bilden.

Und jetzt interessiert mich: Wie verändert sich Ihre eigene innere Weltkarte, wenn Sie solche Brücken zwischen Orten entdecken?

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Ich bin Bernd Scharbert, Mitglied im German Australian Business Council (GABC) und regelmäßig zwischen Frankfurt am Main und Sydney unterwegs.

Ich begleite und berate Sie gerne, wenn es um Interkulturelle Führung geht. Und ein Blick in mein Buch „Prepare for Landing: Leitlinien für interkulturelle Führung“ ist immer für einen Ratschlag oder eine Handlungsoption gut. Es ist überall im Buchhandel und im online Versand vom Verlag Barbara Budrich erhältlich.

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