Jakobsweg – Ich habe die Stille gesucht und die Verbindung

Nach Monaten in Saudi-Arabien, allein und getrennt von meiner Familie, brauchte es keinen großen Neuanfang, sondern einen schlichten Schritt zurück ins gemeinsame Leben.

Die Pandemie hatte meine Frau und mich auseinandergerissen, und die Entscheidung zu kündigen war weniger ein beruflicher Schnitt als ein persönlicher.

Wieder zuhause merkten wir schnell: Ankommen passiert nicht automatisch. Also machten wir uns auf den Weg. Bewusstes Gehen auf einer Teilstrecke des Jakobswegs. „Allein zu zweit“ beschreibt es gut: Raum für Stille, Raum für Gespräch, ohne Druck, ohne Ziel außer dem Weitergehen.

Der Weg führte uns dorthin, wo vieles begonnen hatte: nach Tübingen, unsere erste gemeinsame Wohnung. Unser Startpunkt für den Weg.

Wir „kletterten“ bei Balingen auf die Schwäbische Alb, einige Höhenmeter, passierten Kloster Beuron mit Erinnerungen an ein Managementseminar, bei dem ich zu dem Thema „Wie man die Freude an der Arbeit erhält“ vor Jahren einmal referiert hatte.

In Meßkirch begegneten wir Heidegger in einem kleinen Museum, das mehr Fragen stellt als Antworten gibt und in Pfullendorf streifte ich meine eigene Vergangenheit als Wehrdienstleistender.

Orte, die nicht spektakulär sind, aber unsere Vergangenheit mit unserer Zukunft verknüpften.

Nach rund 150 Kilometern lag der Bodensee vor uns. Es war einfach ein Moment, der gut tat. Der Weg hatte nichts „gelöst“, aber vieles geordnet. Schritt für Schritt, Gedanke für Gedanke, Gespräch für Gespräch.

Der Jakobsweg war für uns kein spirituelles Projekt. Er war eine pragmatische Form des Wiederankommens. Und zwar langsam, gemeinsam und in unserem eigenen Tempo.

Und jetzt interessiert mich: Welche Wege haben Sie in Ihrem Leben gewählt, um nach einer Zeit der Trennung wieder anzukommen und was hat Ihnen dabei geholfen?

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Ich bin Bernd Scharbert und in dem Titel meines Buchs steht „Prepare for Landing“ für eine Metapher für das Ankommen. Und manchmal beginnt Ankommen mit dem Mut, langsam wieder Boden unter den eigenen Füßen zuzulassen.

Beruflich begleite und berate ich Sie gerne, wenn es um Interkulturelle Führung geht. Und ein Blick in mein Buch „Prepare for Landing: Leitlinien für interkulturelle Führung“ ist immer für einen Ratschlag oder eine Handlungsoption gut. Es ist überall im Buchhandel und im online Versand vom Verlag Barbara Budrich erhältlich.

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