Inklusive Sprache

„Before we start, I’d like to mention that English isn’t my native language.“

Ich war in einer Personalbesprechung, bei der es um sensible Themen ging. Abstimmungsgespräche auf der oberen Führungsebene mit dem CEO bezüglich der Leistungsbeurteilungen der nächsten Führungsebenen.

Im Raum waren zehn amerikanische Kollegen und Vorgesetzte und ich.

„But your Englisch is excellent, Bernd“, kam es dann zurück.

„Sure. I understand direct communication well, but if something is implied rather than said outright, I might not catch it immediately. So, please feel free to be as clear as possible.“

Ich wollte unbedingt sensibilisieren. Denn nicht allen im Raum war meine Limitierung so bewusst. Und gerade, weil mein Englisch ziemlich professionell und gut war, wurde ich kommunikativ wie ein Amerikaner behandelt.

In meinem allerersten Meeting nach der Beförderung auf dieses Level war es mir passiert, dass bei einer unglücklichen Formulierung meinerseits der CEO lauthals loslachte und sich über meine Ausdrucksweise amüsierte.

Wie peinlich war das denn?

Also legte ich mir fortan eine Strategie diesbezüglich zurecht. Nicht nochmal so eine Blamage. Und vor allem nicht auf Kosten meiner Mitarbeitenden.

Eine inklusive Nutzung der Sprache ist eine Führungsaufgabe, wenn es um global zusammengesetzte Mitarbeitergruppen geht. Meine Meinung.

Es geht darum sicherzustellen, dass sich alle im Team bei der Konversation sicher genug fühlen, beitragen zu können. Einfache Sprache, Redewendungen vermeiden oder erklären und Rückfragen, auch in anderen Sprachen, erlauben.

So benenne ich das in meiner ersten Leitlinie für interkulturelle Führung. Erlebt habe ich dies aus der Perspektive des Mitarbeitenden und zu Herzen genommen aus der Perspektive der Führungskraft.

Welche weiteren Leitlinien ich aus meinen Erfahrungen zusammengetragen habe, dazu später mehr. Hier geht es um inklusive Sprachbeherrschung – und dazu braucht man kein Sprachentalent zu sein.

➡️ Und Sie? Welche Erfahrungen haben Sie in global zusammengesetzten Teams gemacht?

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Ich bin Bernd Scharbert und unterstütze Führungskräfte mit meinen Leitlinien für interkulturelle Führung. Wenn Sie interessiert sind, folgen Sie mir gerne unter bei LinkedIn, #prepare4landing oder kontaktieren Sie mich direkt.

Dankeschön Christine Burgmer (https://lnkd.in/gT9nhjV3) für deine Tipps und die Inspiration zu diesem Beitrag.

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