Grenzen setzen

Wir sind schockiert. Man sieht sie sogar noch, die Autospuren, die bis zur Abladestelle führen. Mitten im Erholungswald.

Unterwegs auf dem Morgenspaziergang im Wald – links und rechts blüht der Bärlauch – kommen wir an einem Müllberg vorbei. Der Weg ist für Spaziergänger, Jogger und Fahrradfahrer gedacht und schön angelegt. Er ist für Autofahrer normalerweise durch eine Schranke nicht zugänglich.

Jetzt wissen wir, warum das so ist.

Denn wegen der Bauarbeiten zur Renaturierung der Nidda nahe der Mainmündung und der notwendigen Zufahrt für LKWs ist die Schranke geöffnet.

Was wir hier sehen, macht uns sprachlos.

Wie oft hören wir von der Politik, man müsse den mündigen Bürger respektieren und nicht so viele Vorschriften machen.

Aber hier scheint es nur zu gehen, wenn Grenzen gesetzt werden. Ohne Schranken geht es nicht.

Was uns zu tun bleibt –
In Frankfurt kann man das an eine städtische Behörde melden, die für die Beseitigung der illegalen Müllablagerung sorgt. Foto machen und einen Print Screen von Google Maps, der anzeigt, wo wir uns gerade befinden, und dann das Ganze hochladen.

Nachdenklich hat uns dieses Ereignis gemacht, sehr nachdenklich. Wir brauchen uns nicht um die Regenwälder in fernen Ländern Gedanken machen, solange wir nicht zuhause vor unserer eigenen Haustür das Thema Nachhaltigkeit in seinen elementaren Facetten gebacken kriegen.

➡️ Grenzen setzen oder an die Vernunft appellieren – was denken Sie?

Ich bin Bernd Scharbert und als Mentor und Begleiter von Führungskräften unterwegs. Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit liegen mir am Herzen – vor allem nach mehr als 30 Jahren in Führungsverantwortung in der Chemischen Industrie. Wenn Sie gleichgelagerte Interessen haben, folgen Sie mir gerne bei LinkedIn, #prepare4landing oder sprechen Sie mich direkt an.

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