Um zwei Uhr morgens waren wir endlich in unseren Hotelbetten. Mehr als 20 Stunden waren wir unterwegs, bevor wir in Perth in Australien angekommen waren.
Nach guten acht Stunden Schlaf machen wir uns dann endlich auf den Weg in die Innenstadt auf der Suche nach einem Frühstücksrestaurant. Dabei ist es längst schon Mittagszeit.
In der empfohlenen „Provision Kitchen“ ist die Frühstückskarte leider schon weggeräumt. Also versuche ich der freundlichen Service-Mitarbeiterin, die auf uns zukommt, die Sachlage zu erklären.
„We are looking for breakfast, as we just have arrived from Europe ….“
Sie unterbricht mich mit einem Strahlen in ihren Augen: „oh, where from Europe?“
„Not from Italy“, ist meine spontane Antwort, die mir sofort ein bisschen Leid tut.
„I am from Italy, how did you know that“, schaut sie mich überrascht an.
„We are from Germany, and I also can not hide my accent.“
Sie lacht, kommt aus Mailand, und lebt seit 5 Jahren in Perth. Wir tauschen uns ein wenig aus, auch über Fußball und den AC Mailand, der in Perth vor kurzem gastiert hatte.
Frühstück gibt es nicht mehr, aber einen Long Black und einen Flat White Double Shot. Auf die australische Kaffeekultur hatten wir uns schon sehr gefreut. Und die freundliche Service-Mitarbeiterin empfiehlt uns eine versteckte Gasse voller Street-Art und ein Café, das auch ein „All-Day-Breakfast“ anbietet. Ganz in der Nähe.
Small Talk öffnet Türen und baut Vertrauen auf. Ein kurzes Gespräch über Alltägliches schafft eine Brücke und Sympathie. Und ist oftmals ein guter Reiseführer.
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So kommen wir zu unserem späten Frühstück, das gleichzeitig von einem attraktiven Sightseeing-Höhepunkt begleitet wird.
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Ich bin Bernd Scharbert und habe schon oft erlebt, dass Small Talk zu Big Talk werden kann. In den „Vier Leitlinien für Interkulturelle Führung“ – von mir aus der Praxis für die Praxis entwickelt – spielt das deshalb auch eine wichtige Rolle. Bei Interesse melden Sie sich gerne bei mir.



