Ein freundlicher Satz auf einem Flyer

Im Bild: Buchvorstellung in der Stadtbücherei in Oberndorf am Neckar.

„Einladung zum Gemeindefest“: ein freundlicher Satz auf einem Flyer, verteilt auch in den Wohnungen von kürzlich eingewanderten Familien. Viele kamen gerne. Doch die Überraschung war groß, als sie wahrnahmen, dass Kaffee und Kuchen zu bezahlen waren.

Für uns hier bedeutet „Einladung“: Du bist willkommen.

Dort, wo sie herkommen, bedeutet „Einladung“: Du bist Gast und selbstverständlich versorgt.

Die Sprache war korrekt übersetzt. Die Kultur nicht.

Dieses kleine Beispiel aus dem echten Leben (aber aus einen anderen Stadt) haben wir am Donnerstag in der Stadtbücherei meiner schwäbischen Heimatstadt besprochen.

Ein Raum mit Menschen, die täglich mit Bürgerinnen und Bürgern arbeiten: Amtsleitungen, Sachgebietsleitungen, die Pressesprecherin, der Bürgermeister.

Menschen, die wissen, dass Verwaltung heute mehr ist als Regelvollzug. Sie ist Beziehungsgestaltung. Und Beziehung entsteht durch Sprache.

  • Durch das, was wir sagen.
  • Und durch das, was andere darin hören.

 

Wir haben über inklusive Sprache gesprochen und darüber, wie leicht kulturelle Bedeutungen auseinanderdriften. Ein einziges Wort kann Erwartungen wecken, Hoffnungen auslösen oder Missverständnisse schaffen.

Deshalb widmet sich mein Buch Prepare for Landing vier Leitlinien, die Führungskräfte dabei unterstützen, kulturelle Unterschiede zu erkennen und aktiv zu gestalten. Und die Anwendung inklusiver Sprache ist die Leitlinie Nummer 1.

Was mich an diesem Abend besonders berührt hat: Die Teilnehmenden brachten eigene Beispiele aus ihrem Alltag ein. Es war ein Dialog, kein Vortrag. Ein gemeinsames Nachdenken darüber, wie Sprache Brücken baut, oder Barrieren.

Die Erkenntnis: Interkulturelle Zusammenarbeit beginnt nicht erst im globalen Projektteam. Sie beginnt im Alltag einer Kleinstadt. Sprache braucht nicht perfekt sein. Sie darf bewusst sein. Eine Sprache, die einlädt, im besten Sinne des Wortes.

Und jetzt interessiert mich: Wenn Sie zu einem Wort aus dem Alltag eine spannende Geschichte zu erzählen hätten, welches Wort fiele Ihnen dazu ein?

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Ich bin Bernd Scharbert und unterstütze Führungskräfte dabei, interkulturelle Leitlinien im Alltag umzusetzen. Es geht darum, kulturelle Unterschiede nicht als Hürde, sondern als Stärke zu nutzen und in Alltagssituationen echte Verbindungen in Gesprächen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen vertrauensvoll aufzubauen.

Gerne können Sie einen Blick in mein Buch werfen: „Prepare for Landing: Leitlinien für interkulturelle Führung“. Es ist erhältlich im Buchhandel und im Online‑Shop vom Verlag Barbara Budrich.

#Prepare4Landing Budrich Inspirited

 

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