Digitales Krisenmanagement

Im Handeln bleiben, auch wenn es mal ganz anders kommt als gedacht.

Mit dem beruflichen Aufstieg war mir von Beginn an klar, dass die mit dem Status verbundenen Annehmlichkeiten temporär sind. Der Dienstwagen, Business Class Travel und IT Support rund um die Uhr sind wunderbar und angenehm, aber eben zeitlich begrenzt.

Meine Vorbeugungs-Strategie hatte zwei Ansätze:

✳ Sich nicht an diese Annehmlichkeiten gewöhnen, und vor allem: nicht davon abhängig werden. Genießen für den Moment, ja. Aber sich immer bewusst sein, dass das alles schon am nächsten Tag vorbei sein könnte.

✳ Alternativen aktiv vorbereiten, vor allem bei dem Thema IT. Und das hieß, auch privat in gute IT Technologie zu investieren, selbst die Grundlagen zu lernen und außerdem, einen gut funktionierenden privaten IT-Support aufzubauen.

Beim Ausstieg aus dem Corporate Berufsleben und Einstieg in die spielerische Selbständigkeit hat mir das sehr geholfen. Aber auch dann galt die gleiche Regel: Sei dir der Risiken einer zu einseitigen Nutzung einer Technologie-Plattform bewusst und bereite Alternativen vor.

Und jetzt hat es mich kalt erwischt. Mein LinkedIn Account wurde gehackt und ist gesperrt. Und es war mein Verschulden. Ich hätte es verhindern können.

Sehr ärgerlich vor allem deswegen, weil ich meinen im Tiefschlaf schlummernden Account vor knapp zwei Jahren zum Leben erweckt habe. Ich lerne auf LinkedIn, und zwar schnell. Ich kommentiere und ich schreibe gerne kurze Storytelling-Beiträge zu meinen Leadership-Kategorien und freue mich über die unmittelbare Resonanz dazu.

Alles weg über Nacht. Hoffentlich nur temporär für ein paar Tage oder Wochen. Aber wer weiß das schon.

So sehr ich LinkedIn genieße, war mir genau dieses Risiko bewusst. Unterschiedliche Szenarien, aber ähnliche Konsequenzen. Nicht von einer Plattform abhängig werden, und im Handeln bleiben, ist in der empfundenen Krise wichtig, um nicht das Gefühl des „Ausgeliefert-Seins“ zu akzeptieren.

Jetzt schreibe ich auf meinem Blog meiner Website weiter. Er ist vor einem Jahr entstanden und gewachsen. Richtig groß geworden. Ich hatte mit Ursula Vormwald eine kluge Ratgeberin, die mich auf den Gedanken für den Blog brachte, und mit Katrin Prakoonwit eine hervorragende Website-Designerin, die die Blogseite so gestaltete, dass ich sie User-freundlich einfach nutzen kann. Danke euch beiden sehr dafür.

Nur das mit der Resonanz ist noch ausbaufähig. An LinkedIn, meiner Lieblingsplattform, führt deshalb so schnell kein Weg vorbei. An dem Wiederaufbau arbeite ich. Und persönlicher IT Support steht an meiner Seite. Danke dafür, Stefan Wellsow.

➡ Erfolgserlebnisse und Frustrations-Resilienz sind Geschwister im Geiste. Oder wie sehen Sie das?

Ich bin Bernd Scharbert und meine Aufgabe als Mentor und Begleiter von Führungskräften ist es, nach mehr als 30 Jahren Führungserfahrung in der Unternehmenswelt mein Erfahrungswissen weiter zu vermitteln. Dazu gehört auch das Krisenmanagement. Bei Interesse können Sie gerne auf LinkedIn, #prepare4landing folgen, wenn es wieder funktioniert, oder mich direkt ansprechen.

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