Die verlorene Wette und eine Reise nach Argentinien

Fussball meets Business, im wahrsten Sinne des Wortes. „Bernd, jetzt drückst du bestimmt unserer Mannschaft die Daumen“, hörte ich von den Mitarbeitenden unseres Werkes aus Geleen in den Niederlanden.

Ich war globaler Produktionsleiter einer Business Unit in einem Chemiekonzern und meine Wette hatte sich in den Werken, für die ich verantwortlich war, herumgesprochen.

Um was ging es?

Nach dem verlorenen deutschen WM-Halbfinale 2010 gegen Spanien war ich sehr enttäuscht. Aus meiner Sicht war die letzte Chance für die goldene Generation vertan, einen WM-Titel zu gewinnen. Denn noch nie hatte ein europäisches Team den Titel auf südamerikanischem Boden gewonnen. Und die nächste WM würde 2014 in Brasilien stattfinden.

Also riskierte ich eine Wette mit meiner Familie. Falls die Mannschaft den Titel 2014 gewinnen sollte – das war ja aus meiner Sicht unmöglich – ja dann lade ich meine Familie zu einem Urlaub ein.

Eine meiner erwachsenen Töchter wurde hellhörig. „Wohin denn?“, fragte sie.
„In das Land“, ergänzte ich, „gegen das Deutschland das Endspiel gewinnen würde.“

Und jetzt, am Tag nach dem ersten Halbfinale 2014 stand die Mannschaft tatsächlich dicht vor dem Titelgewinn. Das Endspiel war erreicht. Und der Gegner wurde im zweiten Halbfinale zwischen Argentinien und den Niederlanden ermittelt.

Daher der Anruf aus Geleen. Denn eine Urlaubsreise nach Texel oder nach Amsterdam war doch deutlich unaufwändiger im Vergleich zu einer nach Buenos Aires oder Patagonien.

Nun, das Ergebnis ist bekannt. Deutschland gewann das Endspiel gegen Argentinien und wir flogen zu viert um den Jahreswechsel dorthin und erlebten eine dreiwöchige Traumreise.

Fußball verbindet. Das ist so. Viele WM-Spiele habe ich an Orten meiner Werke verfolgt.
✳️ Ob 2010 das Halbfinale zwischen den Niederlanden und Uruguay auf dem Marktplatz von Sittard im Public Viewing in den Niederlanden zusammen mit der Businessdirektorin der Business Unit, Angela Cackovich,
✳️ ob 2014 das deutsche Vorrundenspiel gegen die USA in einer Sportsbar in Montreal mit dem kanadischen TV vor Ort, zusammen mit dem kanadischen Werksleiter Pierre Morin.
✳️ Oder 2018 das deutsche Ausscheiden in der Vorrunde gegen Südkorea in Ocotlan, Mexiko, parallel zum mexikanischen Spiel gegen Schweden. Zusammen mit dem mexikanischen Werksleiter Antonio Rodriguez.

Und immer sind daran bleibende und vielfältige Erinnerungen verknüpft. Business meets Fussball, auch so herum wird daraus ein Schuh.

➡️ Gibt es bei dir auch solche Beispiele, wenn Sportereignisse den Businessalltag ergänzen?

 

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Ich bin Bernd Scharbert und schreibe über Erfahrungen, die sich aus dem Fußball auf das Geschäftsleben übertragen lassen. Wenn dich das interessiert, dann folge mir gerne auf LinkedIn, #FussballMeetsBusiness oder #Prepare4Landing.

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