Die Deutschen gehen zum Lachen in den Keller

Die Deutschen gehen zum Lachen in den Keller.

Vor ein paar Jahren: Wir sind in Jaipur in Rajasthan im nordwestlichen Teil Indiens auf dem Weg hoch zum Amber Fort. Oben erwartet uns eine prächtige Palastanlage und Vinaj, unser Führer, mit einer Flasche Wasser. Ornament verzierte Architektur. Pastellfarben für die heißen Stunden. Kühleres Blau im Keller.

Vinaj ist gut gelaunt. „Lachen ist gesund“, erklärt er uns und bringt uns mit seiner Aussage von oben zum Nachdenken. Sind wir Deutschen so ernst und humorlos?

In ihrem Buch „Germany from A to Z“ beschreibt Bienvenue Angui den deutschen Humor wie folgt: „Das mag angesichts ihrer zurückhaltenden Natur überraschend sein, aber ja, Deutsche haben einen Sinn für Humor, obwohl sie manchmal Schwierigkeiten haben, über sich selbst zu lachen.“

Es scheint, dass der deutsche Humor entgegen dem Klischee der rein ernsten oder zurückhaltenden Art eine eigene pointierte Tradition hat. Er basiert auf kulturell verankerten Referenzen (wie bekannten Karikaturen, Loriot lässt grüßen), einer Vorliebe für ironische Wendungen und dem kreativen Spiel mit der Sprache.

Diese Kombination macht ihn zwar manchmal etwas eigen oder nüchtern, verleiht ihm aber auch eine tiefe Verwurzelung in gemeinsamer Kultur und Geschichte.

Lässt sich also dieses Bild vom „Keller des Humors“ für die Deutschen noch halten oder gibt es bereits Bruchstellen?  Gerade auch in einer global vernetzten Welt, wo Humor auch anders interpretiert wird.

➡️ Was meinen Sie: Spiegelt diese Redewendung von oben noch die Realität wider oder haben sich die Deutschen inzwischen vom „Keller“ des Humors verabschiedet?

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Ich bin Bernd Scharbert und unterstütze Führungskräfte mit den Leitlinien für interkulturelle Führung. Es geht auch um kulturelle Identitäten und wie man mit ihnen in global zusammengesetzten Teams umgeht. Wenn Sie das interessiert, sprechen Sie mich gerne direkt an.

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